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Die `!Advanced Linux Sound Architecture`! (`!ALSA`!) ist eine `F33f`_`[freie`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Freie_Software]`_`f Soundarchitektur für `F33f`_`[Linux`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Linux]`_`f-Systeme, die über (`F33f`_`[PCM`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Puls-Code-Modulation]`_`f-)`F33f`_`[Audio`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Audio]`_`f- und `F33f`_`[MIDI`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=MIDI]`_`f-Funktionalität verfügt. ALSA steht unter der `F33f`_`[GPL`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=GNU_General_Public_License]`_`f (Treiber & Hilfsprogramme) sowie der `F33f`_`[LGPL`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=GNU_Lesser_General_Public_License]`_`f (Anwendungsbibliotheken).

ALSA besteht aus `F33f`_`[Linux-Kernelmodulen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Linux_(Kernel)]`_`f, die verschiedene `F33f`_`[Kerneltreiber`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gerätetreiber]`_`f für `F33f`_`[Soundkarten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Soundkarte]`_`f bereitstellen. Unterschiedliche Aufgaben (allg. Sound; Midi, Wave, Synthesizer; Hardware) werden durch einzelne Gerätetreiber im Soundstack abstrahiert. Wiedergabe von `F33f`_`[Dolby Digital`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dolby_Digital]`_`f ist möglich.`:cite-ref-4[`F5bf`_`[4`#cite-note-4]`_`f] Die Ziele des ALSA-Projektes waren insbesondere die Unterstützung einer automatischen Konfiguration der Soundkarten und eine elegante Handhabung mehrerer Soundgeräte in einem System. Diese Ziele wurden größtenteils erreicht. Verschiedene `F33f`_`[Frameworks`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Framework]`_`f wie `F33f`_`[JACK`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=JACK_Audio_Connection_Kit]`_`f und `F33f`_`[PulseAudio`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=PulseAudio]`_`f nutzen ALSA für Audiobearbeitung und -abmischung auf professionellem Niveau mit niedriger `F33f`_`[Latenz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Latenzzeit_(Technik)]`_`f.

Die wenig gepflegten Treiber für die `F33f`_`[OSS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Open_Sound_System]`_`f3-Architektur werden in aktuellen Kernel-Versionen zugunsten von ALSA als `*deprecated`* (veraltet) markiert.

Das System wurde auch für OS/2-basierte Betriebssysteme (eComStation und `F33f`_`[ArcaOS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=ArcaOS]`_`f) portiert.`:cite-ref-5[`F5bf`_`[5`#cite-note-5]`_`f]

>>Contents

• `F0af`_`[Geschichte`#geschichte]`_`f
• `F0af`_`[Eigenschaften`#eigenschaften]`_`f
• `F0af`_`[Funktionsweise`#funktionsweise]`_`f
• `F0af`_`[Konzepte`#konzepte]`_`f
• `F0af`_`[Werkzeuge`#werkzeuge]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f

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>>Geschichte

Das Projekt entstand August 1998 aus einem Treiber für die Soundkarte `F33f`_`[UltraSound`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gravis_Ultrasound]`_`f des Herstellers Gravis unter der Leitung von Jaroslav Kysela. Kysela ärgerte sich über den schlechten Treiber des `F33f`_`[Open Sound System`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Open_Sound_System]`_`f für seine Karte und schrieb einen Ersatz dafür, den auch andere Besitzer der Karte begeistert nutzten.`:cite-ref-heise-ix-6-0[`F5bf`_`[6`#cite-note-heise-ix-6]`_`f]

ALSA wurde separat vom Linux-Kernel entwickelt, bis es 2002 in den Entwicklungszweig der Kernelversion 2.5.5 aufgenommen wurde.`:cite-ref-7[`F5bf`_`[7`#cite-note-7]`_`f]`:cite-ref-8[`F5bf`_`[8`#cite-note-8]`_`f] Es ist seit der Kernelversion 2.6 das standardmäßige Soundsystem.

Mit ALSA-Version 1.0.17 wurde das Versionskontrollsystem von `F33f`_`[Mercurial`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mercurial]`_`f auf `F33f`_`[Git`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Git]`_`f umgestellt und viele neue Treiber für `F33f`_`[System-on-a-Chip`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=System-on-a-Chip]`_`f hinzugefügt. Außerdem kam eine Unterstützung für High-End Audiokarten und `F33f`_`[I²C`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=I²C]`_`f hinzu.`:cite-ref-9[`F5bf`_`[9`#cite-note-9]`_`f]

>>Eigenschaften

Verwenden Programme die `*ALSA Userspace Library`*, ist softwareseitiges Abmischen durch ALSAs PCM-Plugin-Schnittstelle möglich, zum Beispiel durch das `*Dmix Plugin`*. Das bedeutet, dass verschiedene Soundstreams, zum Beispiel von verschiedenen Programmen, zur gleichen Zeit wiedergegeben werden können, ohne dass ein Soundserver wie `F33f`_`[PulseAudio`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=PulseAudio]`_`f, `F33f`_`[ESD`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Enlightened_Sound_Daemon]`_`f oder `F33f`_`[aRts`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=ARts]`_`f, verwendet werden muss.

ALSA und besonders die Treiber für Soundhardware sind voll modularisiert. ALSA benötigt eigene Treiber für die anzusprechenden Geräte, weshalb OSS-Treiber nicht weiter verwendet werden können. Von Endanwendergeräten bis zu professionellen Mehrkanalkarten wird eine Vielzahl von Geräten unterstützt.

Für Entwickler relevant ist, dass ALSA vollständig `F33f`_`[Multithreading`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Multithreading]`_`f- und `F33f`_`[SMP`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Symmetrisches_Multiprozessorsystem]`_`f-fähig ist. Als Programmierschnittstellen dienen die `*ALSA-`F33f`_`[API`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Programmierschnittstelle]`_`f`*, die eine Schnittstelle zum ALSA-Kernelmodul bereitstellt und die `*ALSA Userspace Library`*, libasound, die über die volle Funktionalität der ALSA-API verfügt, aber die Verwendbarkeit wesentlich verbessert. Die Verwendung der `*Userspace Library`* ist auch aus Gründen des softwareseitigen Abmischens vorteilhafter.

ALSA enthält eine Emulation, die `*libaoss`*-Bibliothek, für OSS-Programme, um diese weiterhin nutzen zu können.`:cite-ref-10[`F5bf`_`[10`#cite-note-10]`_`f]

Es unterstützt unbegrenzt viele Kanäle, den unbeschränkten `F33f`_`[Full-Duplex`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Duplex_(Nachrichtentechnik)]`_`f-Betrieb und enthält ein `F33f`_`[Loopback`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Loopback]`_`f-Device.`:cite-ref-heise-ix-6-1[`F5bf`_`[6`#cite-note-heise-ix-6]`_`f]

>>Funktionsweise

Die Treiber für ALSA befinden sich ab Version 2.6 des Linux-Kernel direkt in ihm. Sie selbst sind in mehrere Ebenen unterteilt. Die oberste ist der ALSA-Soundkernel, der den Zugriff auf die mittlere Ebene ermöglicht. In der mittleren befinden sich die Hardwareschnittstellen wie zum Beispiel Mixer, Sequencer, MIDI und hardwareabhängige Komponenten. Die untere Ebene enthält den karten- und chipspezifischen Code. Sofern vorhanden, befinden sich zwischen mittlerer und unterer Ebene die Module zur OSS-Kompatibilität.`:cite-ref-heise-ix-6-2[`F5bf`_`[6`#cite-note-heise-ix-6]`_`f]

Die Schnittstelle zwischen den Treibern und den Anwendungen bilden dann die Bibliotheken im `*alsa-lib`*-Paket. Damit mehrere Programme gleichzeitig die Soundkarte verwenden können, kommt ein sogenannter `F33f`_`[Soundserver`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Soundserver]`_`f zum Einsatz.

>>>Konzepte

Dieser Absatz liefert eine Übersicht über die Grundkonzepte von ALSA.`:cite-ref-11[`F5bf`_`[11`#cite-note-11]`_`f]`:cite-ref-12[`F5bf`_`[12`#cite-note-12]`_`f]`:cite-ref-13[`F5bf`_`[13`#cite-note-13]`_`f]

Üblicherweise unterstützt ALSA bis zu acht `*cards`*, die mit 0 bis 7 nummeriert werden; jedes `*card`* ist entweder ein physisches oder ein logisches Kernel-Gerät, welches Klang aufnehmen, ausgeben oder kontrollieren kann. Jedes `*card`* kann über seine String-ID adressiert werden, zum Beispiel „Headset“ oder „ICH9“.

Ein `*card`* besitzt `*devices`*, deren Nummerierung startet ebenfalls mit 0; Es gibt mehrere `*device`*-Typen/-Arten, zum Beispiel `*playback`*, `*capture`*, `*control`*, `*timer`* oder `*sequencer`*. Als Default wird 0 angenommen.

Ein `*device`* kann `*subdevices`* besitzen, deren Nummerierung startet mit 0; ein `*subdevice`* repräsentiert irgendeinen relevanten Klang-Endpunkt für dieses `*device`*, zum Beispiel ein Lautsprecher-Paar. Wenn kein bestimmter `*subdevice`* spezifiziert wird, oder die Nummer -1, werden alle verfügbaren subddevices angesteuert.

Das `*interface`* einer `*card`* ist die Beschreibung eines ALSA-Protokolls für den Zugriff darauf; Verfügbare `*interfaces`* sind: `*hw`*, `*plughw`*, `*default`*, und `*plug:dmix`*. Die `*hw`*-Schnittstelle erlaubt den direkten Zugriff auf das Kernel-Gerät, ohne software mixing oder stream adaptation. Die Schnittstellen `*plughw`* und `*default`* erlauben die Ausgabe von Klang in Fällen, wo die `*hw`*-Schnittstelle eine Fehlermeldung produziert.

Eine Applikation spezifiziert die Ausgabe von Klang, indem die oben beschrieben Parameter zusammen in ein einem `*device string`* übergeben werden. Es hat eine der Folgenden Syntax (sie sind `F33f`_`[case sensitive`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Case_sensitivity]`_`f):

• `*interface:card,device,subdevice`*
• `*interface:CARD=1,DEV=3,SUBDEV=2`*.

Ein ALSA `*stream`* ist ein `F33f`_`[Datenfluss`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Datenfluss]`_`f, der Klang repräsentiert; das häufigste Format ist `F33f`_`[PCM`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Puls-Code-Modulation]`_`f. Der erzeugte `*stream`* muss genau zur Hardware passen, bezüglich:

• `*sampling rate`*: zum Beispiel 44,1 kHz oder 48 kHz
• `*sample width`*: zum Beispiel 8, 16, 24, or 32 bits/sample
• `*sample encoding`*
• `*number of channels`*: 1 für Mono, 2 für Stereo oder 6 für `F33f`_`[AC-3`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dolby_Digital]`_`f/`F33f`_`[IEC958`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sony/Philips_Digital_Interface]`_`f

ALSA benötigt auch einen Puffer-Parameter; dieser bestimmt wie häufig die CPU angesprochen werden muss, um neue Klang-Daten zu liefern.

>>Werkzeuge

Das ALSA Projekt liefert viele Werkzeuge zur Konfiguration des Soundsystems mit. Dazu gehören viele Einstellungsprogramme zur Einstellung von ALSA und der verwendeten Soundkarte, wie `*alsaconf`* als auch für den Ton wie `*alsamixer`* und `*amixer`*.

Außerdem sind auch einfache Abspielprogramme für `F33f`_`[WAVE`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=RIFF_WAVE]`_`f- und `F33f`_`[MIDI`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=MIDI]`_`f-Dateien vorhanden.`:cite-ref-14[`F5bf`_`[14`#cite-note-14]`_`f]

>>Weblinks

• Website des Projektes (englisch)

>>Einzelnachweise

`:cite-note-1`!1.`! alsa-project.org – Alsa Team
`:cite-note-2a2ad68b8d636b66-2`!2.`! Main Page News. 8. Januar 2026 (abgerufen am 9. Januar 2026).
`:cite-note-3`!3.`! Ohloh Analysis Summary – ALSA (`F33f`_`[Memento`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Webarchivierung]`_`f des Originals vom 20. Dezember 2013 im `*`F33f`_`[Internet Archive`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Internet_Archive]`_`f`*) `!Info:`! Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ohloh.net
`:cite-note-4`!4.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-4]`_`f `*AC3-AVI-Testfile.`* (`F33f`_`[RAR`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=RAR_(Dateiformat)]`_`f; 949 KB) Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. Oktober 2007; abgerufen am 20. Februar 2021.
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